Babyboom all around

Tja, es ist wie es ist: der Löwenanteil meiner Freunde ist zwischen 25 und 35 (plus minus ein paar Jahre ^^) und es gab glaube ich seit fast drei Jahren kaum mehr ein Quartal ohne ein neues Baby um uns herum.
Das muss wohl so, in dem Alter :)

Mein Baby ist mein zweiter Berufsweg, und ich denke, das bleibt auch erstmal so - aber ich freue mich über jedes neue Kind auf dieser Welt.
Wenn es in meiner Familie oder meinem Freundeskreis ist, umso besser; dann kann ich es knuffeln und knutschen und ganz legitim Quatsch machen <3

 

Das coole am Nähen ist ja dann, dass man ganz einfach ganz süße Geschenke machen kann, ohne dass man dafür shoppen gehen muss. Jetzt wollte ich aber nicht loslegen und Babyklamotten nähen, die nach vier Wochen nicht mehr passen - das finde ich irgendwie blöde.

Also habe ich für die Kleine meiner Freundin Melli zu ihrer Geburt im Dezember eine Patchworkdecke aus bunten Resten genäht. Sie liegt seit ihrem ersten Tag andauernd darauf und sieht dabei ganz entzückend aus.
Jedes Quadrat ist 10x10 cm groß, insgesamt hat die Decke ca. 120x120 cm - damit kann sie eine ganze Weile benutzt werden, da wächst Fräulein L. so schnell nicht raus.
Für die Rückseite habe ich eine Fleecedecke genommen, die noch von unserer Hochzeit übrig war - die Gäste haben es sich darauf auf der Wiese bequem gemacht, und nachdem ich sie gewaschen hatte, lag sie doof rum und war zu nichts gut. Aber jetzt!

Übrigens war ich so begeistert von der Einfachheit dieses Projekts, dass ich gleich noch eine Decke für mich gemacht habe - und Männe wollte dann auch eine. Hat er auch bekommen, und jetzt sind alle glücklich und warm eingemuckelt.

 

Seit Sonntag gibt es jetzt ein weiteres Baby in der Familie - meine Schwägerin hat ihren zweiten Sohn zur Welt gebracht. Natürlich wollte ich ihm auch was nähen, war aber ganz unentschieden, was es denn nun werden soll. Und dann hab ich bei Frau Hein einen wunderbaren Hasen gesehen! Der Schnitt heißt "Hoodiehase" und ist aus der Feder von Von lange Hand

Das Ebook ist unheimlich detailliert und enthält etliche Tipps zu sicheren Nähten - bei Kinderspielzeug ist es ja nicht ganz unwichtig, dass alles stabil und sicher ist. Sonst ist es ganz schnell ein Einohrhase und das Kind hat ein Hasenohr gegessen. Braucht ja keiner.
Das Gesicht ist gestickt, was mich total gefreut hat, weil ich das zwar kann, aber lang keine Gelegenheit hatte. Das macht sie natürlich auch wieder sicher für neugierige Kindermünder: keine Knöpfe zum aufessen.
Inspiriert von Frau Hein haben meine Hasen auch noch ein Lächeln bekommen, das macht sie so unheimlich sympathisch.

Ich gebe zu, bei diesen ganzen Winzigkeiten habe ich ein paar mal die Krise gekriegt - ein Bündchen annähen, das gerade mal so über meinen Daumen passen würde? Frickelkram! Aber es hat sich gelohnt, und ich finde die Hasen so toll, dass ich noch mindestens zwei weitere nähen werde - ein Mädchen-Häschen mit Kleid (das ist nämlich neben dem coolen Onesie auch noch dabei) für Fräulein L. und - natürlich! - einen Hasen für mich.
Mit irgendeiner obercoolen Latzhose, und die kriegt dann auch Knöpfe und Gedöhns - ich kaue da ja nicht mehr dran rum. Also, meistens nicht. Ehm. Weiter im Text.

Was man auf meinen Bildern jetzt nicht sehen kann ist, dass die Hasenhosen Bauchtaschen haben, in denen eine, mit einer Kordel gut befestigte, Möhre steckt.
Die kann Kind dann nach Herzenslust in die Tasche stecken und wieder rausholen. Außerdem hat der Hase am Ohr eine Schlaufe für einen Schnuller, oder einfach zum festhalten und rumbaumeln lassen, und im Ebook sind noch weiter Möglichkeiten beschrieben, wie man den Hasen spannend machen kann.

Und jetzt das Beste: man kann die Hasen an- und ausziehen! Das braucht zwar sicherlich ein wenig Übung, aber ich glaube, der frisch gebackene große Bruder bekommt das mit seinen dreieinhalb Jahren durchaus hin.

Denn natürlich habe ich für jeden der Brüder einen Hasen genäht.

Quasi Bruderhasen.

Oder Hasenbrüder.

Oder so.

Zu erkennen an den gleichen Ohreninneseiten - ganz klar, oder?
Die Hasenbrüder können also die Klamotten tauschen oder, falls das irgendwann mal gewünscht sein sollte, auch mal zu Hasenmädchen werden - dann reiche ich eben Kleider nach.


Der Große darf sich dann einen aussuchen, denn dem Frischling ist das wohl noch ziemlich egal, welchen Hasen er bekommt :) wie meine Freundin Andrea sagte: "so macht man das mit den Großen!".

 

So far - benäht doch mal ein paar Kinder mit hübschen Sachen, die länger Bestand haben als Bodies. Da freuen sich bestimmt alle drüber <3

Tschüüü! Das Stadtkind

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