Im August wird's lila

Ah, Lila - eine Farbe mit unglaublich vielen Varianten.

 

Angefangen beim zarten Lila der ersten Krokusse im Frühjahr, über Fliederlila in zwei Schattierungen bis hin zu kräftigem, blaustichigem Lila oder auch dunklem Auberginen-Lila.

 

Ich mag Lila.

Leider weiß ich oft nicht, wie ich es tragen soll, weswegen in meiner Garderobe nicht allzu viel davon vorhanden ist.

 

 

 

Als Selmin von Tweed & Greet also die Farbe für den August ansagte, hab ich erstmal sämtliche meiner Stamm-Onlineshops auf der Suche nach einem für mich und meinen Hautton passenden Lila durchstöbert. Ich hab ja mal erwähnt, dass das mit Olivteint und Farben gar nicht so einfach ist - mit ein Grund, warum ich viele Jahre lang vorzugsweise Schwarz, Dunkelblau oder Grau getragen habe.
Am Ende habe ich mich dann für einen grau-weiß gemusterten Musselin entschieden und hatte den festen Plan, ihn in einem schönen Lila-Ton zu färben und einen Maxirock zu nähen.

 

Aber wie das halt oft so ist, kam dann doch alles anders.

Der Stoff kam an, guckte mich groß an und flüsterte "du kannst mich doch nicht färben - ich bin so hübsch, so wie ich bin!" und ich warf meinen Plan über den Haufen.

 


"Egal", dachte ich mir, "ist ja noch hin bis zum 27. - bis dahin findet sich was anderes."

 

Tja, und als ich mich dann in meinem neuen Nähzimmer das erste mal wieder an die Maschinen gesetzt habe, um ein Probestück für die #Kleiderliebe von Jojolino zu nähen, fiel mir dieser rötlich-violette Jersey in die Finger.

 

Eigentlich lag der schon auf dem zu-verkaufen-Stapel und eigentlich hatte meine Freundin Meike schon Anspruch darauf erhoben. Aber ich wusste, das muss ein Kleid werden!
Also kurzerhand eine Whatsapp geschrieben und kurz geklärt, ob sie ihn wieder freigibt, und ab dafür.

 

 

Geworden ist es eine #Kleiderliebe ohne Arm und mit superweitem Rock - ich habe tatsächlich zwei mal die komplette Stoffbreite genommen.

 

Das kräuseln geht bei so einer Weite übrigens besonders gut, wenn man nicht die ganze Länge auf einmal kräuselt sondern immer nur Stück für Stück - in meinem Fall hab ich die Gesamtweite von gut 2,80 m auf vier Strecken aufgeteilt, und das ging ganz wunderbar.

 

 

 

Und was soll ich sagen?

 

Ich liebe mein Lila Kleid!

Es wurde auch direkt zur Taufe eines der Kinder in meiner Schwiegerfamilie ausgeführt und abgesehen davon, dass mich meine Schwiegeroma mal wieder fragte, ob ich schwanger sei, kam es gut an. Das macht sie allerdings immer, hat also nichts mit dem Kleid zu tun sondern eher damit, dass sie wohl findet, wir könnten jetzt bitte mal loslegen. Öhm. Nö.

 

 

Den Schnitt in Größe 30-50 bekommt ihr unter anderem bei Makerist.

Die Kleiderliebe geht mit langen, 3/4 oder kurzen Ärmeln oder eben ganz ohne, kann mit Beleg genäht oder einfach gesäumt werden, und die Rockweite und -länge ist im Grunde frei wählbar. Ich rate allerdings dazu, mindestens den doppelten Taillenumfang zu nehmen, eher mehr - das gibt dann einen schönen, weiten Rock der alles fein umspielt.

Und ja: die Kleiderliebe funktioniert wirklich in allen angebotenen Größen.

 

Ich hab die 46 genäht, werde aber für das nächste Kleid auf die 48 umsteigen, damit es um die Brust rum etwas weniger straff sitzt.

 

So - habt's schön und näht euch vielleicht auch eine lila Kleiderliebe! Ich feier heute mit meinem Mann unseren ersten Hochzeitstag - hach, schon wieder so lang her!

Euer Stadtkind

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