We did it.

Leute, ich sag's euch: umziehen ist das Letzte.

Klar, ich freue mich wie ein Schnitzel über die neue Wohnung - wir haben jetzt viel mehr Platz (in Zahlen: 30 qm und zwei Zimmer mehr) und können draußen sitzen, ohne uns wegen der Hauptverkehrsader im Ort Sorgen um unsere Ohren und Lungen machen zu müssen.
Wir haben ein wunderschönes neues Zuhause mit einem spannenden Grundriss, drei Balkonen, supernetten Nachbarn (wegen denen ich aktuell auch blogge, sie haben mir nämlich erlaubt, ihr WLAN zu nutzen, bis unseres läuft!) und im Ort gibt's alles, was wir brauchen. Übrigens: ein Stoffladen ist nur 800 Meter Luftlinie von mir entfernt, der andere in der nächst größeren Stadt - ca. 5 km zu fahren - lucky me!

Wir sind endlich angekommen und planen, hier auch zu bleiben, so lang der Platz eben reicht. Aktuell hat jeder sein eigenes, kleines Zimmerchen - mein Mann mit den Geckos, seinem Schreibtisch nebst Rechner und einer Gästecouch (yet to come) und ich hab ein Nähzimmerchen, das ich auch gleich mal mega-mädchenmäßig in weiß, rosa und grau eingerichtet habe.
Sollte sich irgendwann Nachwuchs ergeben, müssen wir zwar umräumen, aber nicht wieder umziehen, und das war uns wichtig.

Denn ich bin in den letzten 13 Jahren sage und schreibe 12 mal umgezogen. Völlig abartig. Und jetzt mag ich nicht mehr.

 

Naja, jedenfalls haben wir es hinter uns - morgen ist die Übergabe der alten Bude (ohne mich, Männe macht das dankenswerterweise - ich mag nämlich nicht mehr) und dann heisst es hier nur noch Reste verräumen und vielleicht das ein oder andere wegschmeissen - aber das hat ja keine Eile.

Ich lass euch einfach mal ein paar Bilder da - die #Kleiderliebe von Jojolino gibt's dann Ende des Monats zu #12coloursofhandmadefashion :)

Habt's schön!

Das Stadtkind

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80es forever und Klamotten für den Mann

Ja, die 80ger.
Zugegeben, wirklich in den 80gern aufgewachsen bin ich nicht - bei Baujahr 1986 bekommt man als Kind noch nicht so richtig viel mit.
Aber die Musik und die teilweise vollkommen irrsinnigen Styles, die verbinde ich irgendwie doch mit meiner Kindheit.

Als dann Gina alias Kreativwerk zum Probeplotten aufrief, habe ich mich spontan in den Lolli verliebt und mich beworben - und dann war ich dabei!

und dann kam der Umzug dazwischen.

Ja nun, Asche auf mein Haupt, aber meine Zeitplanung war irgendwie Mist.
Ich dachte, ich könnte meine Kreativecke bis zum richtigen Umzugswochenende stehen lassen und noch ein bisschen werkeln. Welch wunderbare Illusion.
Tatsächlich war mein Stoffregal das erste, was umgezogen ist, dicht gefolgt von meinem Näh- und Schreibtisch und meinen Maschinen.
Das hat sich einfach so ergeben und ist auch okay - allerdings kam ich dadurch nicht mehr dazu, meine Termine einzuhalten.
Immerhin hat Männe noch sein Pacman-Shirt bekommen, bevor der Wahnsinn losging :)

Männe musste mir erklären, welche farben Pacman und der Geist haben müssen.

Ich geb's ja zu: ich bin kein Zockerkind.
Ich hatte nie eine Konsole, nur einen Gameboy (aber den hab ich sehr geliebt!) und bis heute ist das einzige, was ich zur Ablenkung spiele, Tetris.
Also bekam ich ganz klare Angaben, welche Farbe für was hergenommen werden muss, und das Ergebnis find sogar ich Anti-Zocker total cool.
Ich bin auch wild entschlossen, noch ganz viel aus dieser Serie zu plotten - es wird also definitiv nochmal bunt!

Ich finde ja, er sieht sehr zufrieden aus, und das Pacman-Shirt wird auch rege getragen ^^

Der Schnitt ist ein Mister Pepe von Mialuna, in deren Designnähteam ich übrigens seit neuestem bin <3
Dieser Shirtschnitt wurde hier auch ganz sicher nicht das letzte Mal genäht, denn endlich, endlich spannt mal nix, das Shirt ist lang genug und die Passen an den Schultern findet Männe auch gut - wir haben wohl endlich DEN Schnitt gefunden ^^

und dann die Sache mit den Hosen

Hosen kaufen ist für meinen Mann nämlich noch viel schlimmer, als passende Shirts zu suchen. Und weil man ja nicht immer nur Cargohosen tragen kann (warum eigentlich nicht?), gab's eine Svät von Smalino dazu.
Die habe ich aus einem Polo-Piqué genäht, der mir in einem kleinen Stoffladen in die Finger fiel. Ein völlig unterschätztes Material, wenn ihr mich fragt. Gerade für gemütliche Hosen finde ich das perfekt und brauche definitiv auch noch eine Shorts daraus.

Fakten und Werbung

Zusammengefasst:
Plot: aus der Plotterdatei "Back to the 80es" von Kreativwerk² - übrigens gibt es sowohl die kompletten Motive als Paket als auch einzelne, kleine Pakete!

Shirt: Mister Pepe von Mialuna
Shorts: Svät von Smalino

Model: mein Mann <3

 

So. Hier geht's munter weiter mit dem Wahnsinn - noch ein paar Tage, dann haben wir das größte Chaos hinter uns. Ich mach drei Kreuze, wenn wir in der neuen Wohnung sind.

 

Habt's schön!

Euer Stadtkind

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Oh, Marilyn <3

Tja, die Sache mit der Bademode ist ja so ne Sache.
Dass mein, mir von mother nature und gutem Essen verliehener Körper nicht dem gängigen Ideal entspricht, muss ich euch ja nicht mehr erklären.
Auch, dass ich nähe, weil ich es satt habe, frustriert und mit leeren Händen aus dem Laden zu gehen, ist nichts neues.
Und dass sich diese Problematik auch auf Lingerie und Bademode erstreckt, wundert wohl auch nicht mehr.
Aber: es gibt ja Möglichkeiten, Abhilfe zu schaffen. Nach Oha!Lingerie von Schwalbenliebe füllte sich meine Wäscheschublade kontinuierlich mit toll sitzenden Schlübbas, aber passende Bademode fehlte noch.
Ja nun - dieses Problem haben die Damen von TinaLisa Schnittdesign nun auch behoben.
Ich präsentiere nicht ganz ohne Stolz: meine Kurven, verpackt in die Badekollektion Marilyn:

Die Kollektion kommt mit gefühlt 159876 Varianten daher (okay, sooo viele sind es dann doch nicht) und die seitliche Raffung vebirgt so einiges an unliebsamen Speckröllchen.
Was es mir besonders angetan hat ist die High-Waist-Panty - sowohl in der Version mit dem langen Top drüber (das blaue) als auch in der Version, in der das Oberteil bis zur Taille reicht und geradeso auf den Bund der Panty trifft (schwarz). Bei dieser Version habe ich frei Schnauze noch eine Schleife eingebaut, die ein bisschen von meinem Speck ablenken soll. Klappt ganz gut, würde ich sagen ^^
Im Übrigen habe ich trotz D/E Cup keine Cups eingenäht - ich habe das Bikinioberteil aus Powernet genäht und das ganze wie ein Futter eingebaut. Mit einem Gummi unter der Brust gibt mir das genug Halt.
Viele Mädels haben aber mit Monocups gearbeitet und fanden die gut :)

So, und jetzt noch die Fakten und dann ein paar mehr Fotos:

Ihr bekommt die Kollektion direkt bei TinaLisa, aktuell noch zum Schnapperpreis - greift zu!
Die Größeneinteilung ist erstmal ungewohnt, wird aber klar, wenn man die Anleitung liest ;) zur Orientierung für euch: ich hab die Pantys in der Größe 10 genäht und die Tops in 8, die ich Richtung Hüfte auf 9 habe auslaufen lassen.

Und ganz wichtig: #loveyourbody and share #bodypositivity
So, und jetzt Bilder ^^

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"Du machst wieder ein Drama"

Heute gibt's einen kleinen Seelenstriptease.

Schuld daran ist Mimi Erhardt von Mimi&Käthe, einem Blog, den ich vor ungefähr zwei Jahren entdeckte und schnell lieben gelernt habe.
Mimi hat heute etwas geschrieben, dass mir sehr unter die Haut ging - es fühlte sich an, es spräche sie von mir, denn ihr Artikel trägt den Titel "Du bist zu viel" oder: keine Dramen mehr.

Äußerst lesenswert, wie alles aus ihrer Feder, aber auch sehr persönlich, und ich kann sehr gut nachvollziehen, wovon sie spricht.

Denn ich gehöre zu den Frauen, die gemeinhin gern mal als "Dramaqueen" bezeichnet werden.

Wenn ich sauer bin, aber niemanden anschreien kann, fange ich an zu heulen.
Wenn ich traurig bin, spreche ich erst gar nicht mehr, dann viel zu viel und dann, irgenwann brechen die Dämme und ich weine stundenlang.
Wenn ich etwas als ungerecht empfinde, aber aus irgendwelchen Gründen gezwungen bin, das runter zu schlucken kann es passieren, dass ich irgendwann unkontrolliert um mich schlage und Menschen emotional sehr verletze, weil ich ihnen alles ins Gesicht werfe, was ich über sie weiß. Und das kann richtig eklig werden, denn ich sehe sehr viel.


Ich komme oft nicht gut mit dem zurecht, was um mich herum geschieht, und befinde mich heute noch in einem Lernprozess, den man eigentlich spätestens in der Pubertät durchmacht.

Ich lerne, die Welt zu akzeptieren, auch wenn sie mich nicht akzeptiert.

Das alles finde ich eigentlich nicht so schlimm, denn ich finde meistens einen Weg, der für alle einen Kompromiss darstellt.
Ich meckere meinen Frust über manche Dinge bei jemandem raus, von dem ich weiß, dass er es abkann, denke (meistens) nach, bevor ich spreche und bin absolut in der Lage, mich zu entschuldigen, wenn jemand von einem meiner Gefühlsorkane getroffen wurde, der das nicht verdient hat.

Was ich aber wirklich schlimm finde, ist wenn Leute mir vorwerfen, ich mache nur Drama.
Als wären meine Gefühle nur ein Weg, Aufmerksamkeit zu bekommen, als wären sie ungerechtfertigt und ich müsse mich nur weniger anstellen, dann ginge das schon alles.

Sorry, Kinder. This ain't gonna happen.

Ich war so lange gezwungen, meine Gefühle runterzuschlucken und nicht zu stören, dass sich daraus eine ernstzunehmende Angsstörung entwickelt hat.
Was an Wut nicht raus gelassen werden durfte, manifestierte sich als Angst, und ganz ehrlich: seit ich gelernt habe, wütend zu sein, habe ich zwar weniger Freunde, aber auch weniger Angst.

Also ja: ich mache Drama, wenn mir danach ist. Ich heule, ich schreie rum, ich stoße Menschen vor den Kopf und bin manchmal unfair, und natürlich habe ich in solchen Ausbrüchen auch schon Wunden geschlagen, die nicht so schnell verheilt sind. Oder auch gar nicht mehr.

Trotzdem möchte ich nicht anders sein.

Das bin ich. Das ist meine Art, das Leben zu leben. Und die, die bei mir bleiben, sind es wert, sich zu beherrschen, weil ich weiß: sie halten auch mein Drama aus.

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EL HOSO oder "wie mache ich meinen Mann glücklich?"

Ihr kennt ja meinen Mann schon. Großer Kerl, lange Haare, riesen Herz, und irgendwie ist er einfach ziemlich viel Mensch.

Ich find's ja toll, aber für ihn ist Klamotten kaufen ein absolutes Gräuel.
Alles ist zu eng, zu kurz, sitzt blöd oder lässt ihn dick aussehen.

Was Shirts und Pullis angeht, haben wir mittlerweile Schnitte gefunden, die richtig gut funktionieren.

Zugegeben, in der Regel muss ich die Ärmel verlängern und ab und an auch weiter machen, aber im Großen und Ganzen ist er glücklich.

 

Ganz anders ist das bei Hosen.
Für unsere Hochzeit hat er sich einen Anzug auf den Leib schneidern lassen, der das dreifache von meinem Brautkleid gekostet hat, weil ihm nichts, aber auch gar nichts von der Stange passte. Entweder drückten die Oberschenkelmuskeln die Bügelfalte aus dem Bein, oder ich hätte in die Bundweite noch locker mit reingepasst.
Also Mädels, ihr seht: wir sind nicht die einzigen, die mit der Modewelt zu kämpfen haben.

Es musste also ein Hosenschnitt her.

Ich war schon kurz davor, seine Lieblings-Cargoshorts auseinander zu nehmen, um den Schnitt abzunehmen, als Jennifer alias Rotbart (coolster Seitenname ever, btw!) ein Bild von ihrem Mann in einer selbst genähten Cargohose zeigte.Wir waren beide Feuer und Flamme und Jennifer nahm mich in ihr Pre-Test-Team auf.
Version eins des Schnittes war noch weit entfernt von Männes Maßen, also habe ich einfach zwei Größen dazu gezeichnet, und siehe da: saß schonmal ganz gut.

Beim Shooting mit meinem Kumpel Dom hatte er sie an, und sie ist eindeutig Quatsch-tauglich *g* die Bilder sind echt sinnbildlich für unsere Beziehung - nur Blödsinn im Kopf <3

Auf dem Stoffmarkt haben wir dann noch einen schönen, dunklen Jeansstoff gefunden, der unbedingt eine Cargohose werden wollte.

 

Die hab ich dann nach der fertigen Version des Schnittes genäht, und siehe da: es ist eine saucoole Baggy geworden.

 

Männe fand sie erst zu weit, aber nachdem ich die Hose mit den Pants verglichen habe, die die NuMetal Bands der 2000er auf der Bühne getragen haben, fand er sie doch ziemlich gut ^^


Ich mein, jetzt mal ehrlich: hab ich da nicht ne supercoole Socke geheiratet?

Als Hilfestellung gibt's hier übrigens mal die Maße:
Männe ist knapp 1,90 m groß, hat einen Bundumfang von 118 und einen Po-Umfang von 125 cm - und die Oberschenkel haben an der breitesten Stelle ca. 80 cm Umfang. Genäht habe ich 3XL, wobei Version eins noch pi mal Daumen war.
Ich darf das übrigens schreiben, ich hab ihn gefragt :D
Somit passt die Hose durchaus auch wunderbar bei Männern mit Masse - Katrin von Tillefant hat auch so einen Brocken von Mann, und er liebt seine Cargohose glaube ich genau so sehr, wie meiner seine ^^

So, und jetzt noch die Fakten:
Den Schnitt bekommt ihr HIER in Größe S-3XL, die Stoffe sind vom Stoffmarkt, die Fotos hab ich gemacht und das Model ist mein Mann - der freut sich übrigens immer über ein Like auf seiner Seite MD Pixelarts :)

Habt ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Männer benähen - ich bin sicher, dass viele nur auf eine Cargohose gewartet haben!

Euer Stadtkind (mit Stadtmann <3)

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