Ready for fall

Der Herbst steht auf der Leiter
und malt die Blätter an,
ein lustiger Waldarbeiter,
ein froher Malersmann.

Er kleckst und pinselt fleißig
auf jedes Blattgewächs,
und kommt ein frecher Zeisig,
schwupp, kriegt der auch ¹nen Klecks.

Die Tanne spricht zum Herbste:
Das ist ja fürchterlich,
die andern Bäume färbste,
was färbste nicht mal mich?

Die Blätter flattern munter
und finden sich so schön.
Sie werden immer bunter.
Am Ende falln sie runter.

 

-Peter Hacks -

Zugegeben, das Gedicht kannte ich noch nicht, bis Juliane aka Oberschätzchen in der Probeplottgruppe für die Herbstreste erzählte, dass ihr Sohn das andauernd aufsagt, und davon inspiriert einen Plott erstellte.

Und der ist so schön geworden!

Seit neustem bin ich ja Stammschätzchen

...und offiziell dafür zuständig, die Motive erwachsenentauglich umzusetzen - gerade ich Kindskopf, ob das wohl gut gehen kann?

Mit der Leiterherbst hat sie es mir zumindest mal sehr einfach gemacht - das Motiv ist wunderschön und den Spruch finde ich einfach wunderbar.
Ich hab mich für einen dreifarbigen Plot entschieden - Flexfolie in dunkelgrün, braun und dunkelrot.
Die "Leinwand" ist ein Shirt nach dem Blusenschnitt Frau Yoko von Schnittreif - eigentlich für Webware konstruiert, geht das auch wunderbar aus elastischen Stoffen. Die Passform ist einfach so toll - ich hab glaube ich mittlerweile sechs oder sieben Frau Yokos genäht - diese hier aus senfgelbem Romanit - Lieblingsfarbe <3

Meine Liebe zu Gelb ist ja offensichtlich

Passend dazu gab's einen Riesenschal aus Musselin - und da sind kleine Chucks drauf!
Als ich den beim Stoffdealer meines Vertrauens gesehen habe, musste er mit.
Es ist nämlich so: ich liebe Chucks und besitze minimum acht Paar.
Außerdem gibt es mich ab 20 Grad abwärts nur noch mit Schal, da ich einen echt empfindlichen Hals habe und mich furchtbar schnell erkälte - also wird der Hals frühzeitig eingewickelt, auch wenn ich ansonsten noch gern in Kurzarmshirts und Cropped Jeans rumlaufe :D

Der Schal ist im Grunde ein riesiges, doppeltes Dreieckstuch mit eingenähten Flechten aus Resten. Ratz fatz genäht.

und a propos jeans:

Ich hab's mal wieder getan und mir eine weitere Skinny Jeans by Sewera genäht. Nachdem ich den Schnitt mittlerweile perfekt an meinen Körper angepasst habe, ist es mein ganz persönlicher Lieblingsschnitt für Hosen geworden.
Genäht habe ich diese Jeans aus einem bordeauxroten Jeansstoff, den ich in Holland bestellt habe. Blöd ist allerdings, dass der Elasthananteil recht gering ist. Das macht die Hose nicht so bequem wie die anderen beiden, die ich mir schon genäht habe. Sieht aber trotzdem toll aus und passt zum Thema Herbst wie A**** auf Eimer ^^

Übrigens: wer sich vorm Jeans-nähen fürchtet: müsst ihr nicht.
Es braucht eben Geduld und Zeit - man muss sich eben wirklich fokussieren, ein bisschen meditativ arbeiten, und dann passt das schon - ist kein Hexenwerk, auch wenn es erst mal so anmutet.

Und dann die Tasche

Gleich vorweg: ich liebe die Schnitte von Hansedelli.
Sie sind unglaublich durchdacht und die Anleitung kann problemlos mit einem kleinen Nähkurs mithalten. Außerdem sind sie einfach schön.
Es ist so: ich will schon ewig eine Tasche aus braunem Kunstleder, aber irgendwie fehlte DER Schnitt. Und dann entdeckte ich Lexa.
Tatsächlich habe ich die kleine Version genäht - da passt aber problemlos eine A4-Mappe, mein Mittagessen und mein ganzer Kram und Krempel rein. Ein Platzwunder und so schön!
Das Innenleben hab ich aus grauem Jeans mit weißen Punkten gemacht, aber außen habe ich sie so schlicht wie möglich gehalten - der Schnitt ist aufregend genug.
Und glaubt es oder nicht, aber ich habe jede Steppnaht auf dem Kunstleder mit Backpapier unter dem Teflonfuß genäht, weil das Kunstleder einfach klebt. Und dann alles mit der Pinzette wieder rausgezupft. Schon ein bisschen bekloppt, aber das Ergebnis rechtfertigt alle Mühen.

So, das war's - ich bin bereit für den Herbst, raschelnde Blätter, Indian Summer, bunte Farben, Kürbis, heißen Tee auf der kühlen Terasse, Kerzen und dicke Pullis.
Und das, obwohl ich so ein Sommerkind bin, aber mal ehrlich: dieser Sommer war ja mal nix. Ich hab's nicht ein mal an den Badesee geschafft (meine Bademode ist ernsthaft noch jungfräulich!), weil es zwar oft schön heiß war, aber immer pünktlich zum Feierabend anfing zu gewittern oder zu stürmen. Pfff!
Also: Herbst, steig auf deine Leiter und mal die Blätter an - ich bin bereit!

Habt's schön! Euer Stadtkind

*Enthält Werbung für Sachen, von denen ich überzeugt bin*

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Im August wird's lila

Ah, Lila - eine Farbe mit unglaublich vielen Varianten.

 

Angefangen beim zarten Lila der ersten Krokusse im Frühjahr, über Fliederlila in zwei Schattierungen bis hin zu kräftigem, blaustichigem Lila oder auch dunklem Auberginen-Lila.

 

Ich mag Lila.

Leider weiß ich oft nicht, wie ich es tragen soll, weswegen in meiner Garderobe nicht allzu viel davon vorhanden ist.

 

 

 

Als Selmin von Tweed & Greet also die Farbe für den August ansagte, hab ich erstmal sämtliche meiner Stamm-Onlineshops auf der Suche nach einem für mich und meinen Hautton passenden Lila durchstöbert. Ich hab ja mal erwähnt, dass das mit Olivteint und Farben gar nicht so einfach ist - mit ein Grund, warum ich viele Jahre lang vorzugsweise Schwarz, Dunkelblau oder Grau getragen habe.
Am Ende habe ich mich dann für einen grau-weiß gemusterten Musselin entschieden und hatte den festen Plan, ihn in einem schönen Lila-Ton zu färben und einen Maxirock zu nähen.

 

Aber wie das halt oft so ist, kam dann doch alles anders.

Der Stoff kam an, guckte mich groß an und flüsterte "du kannst mich doch nicht färben - ich bin so hübsch, so wie ich bin!" und ich warf meinen Plan über den Haufen.

 


"Egal", dachte ich mir, "ist ja noch hin bis zum 27. - bis dahin findet sich was anderes."

 

Tja, und als ich mich dann in meinem neuen Nähzimmer das erste mal wieder an die Maschinen gesetzt habe, um ein Probestück für die #Kleiderliebe von Jojolino zu nähen, fiel mir dieser rötlich-violette Jersey in die Finger.

 

Eigentlich lag der schon auf dem zu-verkaufen-Stapel und eigentlich hatte meine Freundin Meike schon Anspruch darauf erhoben. Aber ich wusste, das muss ein Kleid werden!
Also kurzerhand eine Whatsapp geschrieben und kurz geklärt, ob sie ihn wieder freigibt, und ab dafür.

 

 

Geworden ist es eine #Kleiderliebe ohne Arm und mit superweitem Rock - ich habe tatsächlich zwei mal die komplette Stoffbreite genommen.

 

Das kräuseln geht bei so einer Weite übrigens besonders gut, wenn man nicht die ganze Länge auf einmal kräuselt sondern immer nur Stück für Stück - in meinem Fall hab ich die Gesamtweite von gut 2,80 m auf vier Strecken aufgeteilt, und das ging ganz wunderbar.

 

 

 

Und was soll ich sagen?

 

Ich liebe mein Lila Kleid!

Es wurde auch direkt zur Taufe eines der Kinder in meiner Schwiegerfamilie ausgeführt und abgesehen davon, dass mich meine Schwiegeroma mal wieder fragte, ob ich schwanger sei, kam es gut an. Das macht sie allerdings immer, hat also nichts mit dem Kleid zu tun sondern eher damit, dass sie wohl findet, wir könnten jetzt bitte mal loslegen. Öhm. Nö.

 

 

Den Schnitt in Größe 30-50 bekommt ihr unter anderem bei Makerist.

Die Kleiderliebe geht mit langen, 3/4 oder kurzen Ärmeln oder eben ganz ohne, kann mit Beleg genäht oder einfach gesäumt werden, und die Rockweite und -länge ist im Grunde frei wählbar. Ich rate allerdings dazu, mindestens den doppelten Taillenumfang zu nehmen, eher mehr - das gibt dann einen schönen, weiten Rock der alles fein umspielt.

Und ja: die Kleiderliebe funktioniert wirklich in allen angebotenen Größen.

 

Ich hab die 46 genäht, werde aber für das nächste Kleid auf die 48 umsteigen, damit es um die Brust rum etwas weniger straff sitzt.

 

So - habt's schön und näht euch vielleicht auch eine lila Kleiderliebe! Ich feier heute mit meinem Mann unseren ersten Hochzeitstag - hach, schon wieder so lang her!

Euer Stadtkind

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We did it.

Leute, ich sag's euch: umziehen ist das Letzte.

Klar, ich freue mich wie ein Schnitzel über die neue Wohnung - wir haben jetzt viel mehr Platz (in Zahlen: 30 qm und zwei Zimmer mehr) und können draußen sitzen, ohne uns wegen der Hauptverkehrsader im Ort Sorgen um unsere Ohren und Lungen machen zu müssen.
Wir haben ein wunderschönes neues Zuhause mit einem spannenden Grundriss, drei Balkonen, supernetten Nachbarn (wegen denen ich aktuell auch blogge, sie haben mir nämlich erlaubt, ihr WLAN zu nutzen, bis unseres läuft!) und im Ort gibt's alles, was wir brauchen. Übrigens: ein Stoffladen ist nur 800 Meter Luftlinie von mir entfernt, der andere in der nächst größeren Stadt - ca. 5 km zu fahren - lucky me!

Wir sind endlich angekommen und planen, hier auch zu bleiben, so lang der Platz eben reicht. Aktuell hat jeder sein eigenes, kleines Zimmerchen - mein Mann mit den Geckos, seinem Schreibtisch nebst Rechner und einer Gästecouch (yet to come) und ich hab ein Nähzimmerchen, das ich auch gleich mal mega-mädchenmäßig in weiß, rosa und grau eingerichtet habe.
Sollte sich irgendwann Nachwuchs ergeben, müssen wir zwar umräumen, aber nicht wieder umziehen, und das war uns wichtig.

Denn ich bin in den letzten 13 Jahren sage und schreibe 12 mal umgezogen. Völlig abartig. Und jetzt mag ich nicht mehr.

 

Naja, jedenfalls haben wir es hinter uns - morgen ist die Übergabe der alten Bude (ohne mich, Männe macht das dankenswerterweise - ich mag nämlich nicht mehr) und dann heisst es hier nur noch Reste verräumen und vielleicht das ein oder andere wegschmeissen - aber das hat ja keine Eile.

Ich lass euch einfach mal ein paar Bilder da - die #Kleiderliebe von Jojolino gibt's dann Ende des Monats zu #12coloursofhandmadefashion :)

Habt's schön!

Das Stadtkind

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80es forever und Klamotten für den Mann

Ja, die 80ger.
Zugegeben, wirklich in den 80gern aufgewachsen bin ich nicht - bei Baujahr 1986 bekommt man als Kind noch nicht so richtig viel mit.
Aber die Musik und die teilweise vollkommen irrsinnigen Styles, die verbinde ich irgendwie doch mit meiner Kindheit.

Als dann Gina alias Kreativwerk zum Probeplotten aufrief, habe ich mich spontan in den Lolli verliebt und mich beworben - und dann war ich dabei!

und dann kam der Umzug dazwischen.

Ja nun, Asche auf mein Haupt, aber meine Zeitplanung war irgendwie Mist.
Ich dachte, ich könnte meine Kreativecke bis zum richtigen Umzugswochenende stehen lassen und noch ein bisschen werkeln. Welch wunderbare Illusion.
Tatsächlich war mein Stoffregal das erste, was umgezogen ist, dicht gefolgt von meinem Näh- und Schreibtisch und meinen Maschinen.
Das hat sich einfach so ergeben und ist auch okay - allerdings kam ich dadurch nicht mehr dazu, meine Termine einzuhalten.
Immerhin hat Männe noch sein Pacman-Shirt bekommen, bevor der Wahnsinn losging :)

Männe musste mir erklären, welche farben Pacman und der Geist haben müssen.

Ich geb's ja zu: ich bin kein Zockerkind.
Ich hatte nie eine Konsole, nur einen Gameboy (aber den hab ich sehr geliebt!) und bis heute ist das einzige, was ich zur Ablenkung spiele, Tetris.
Also bekam ich ganz klare Angaben, welche Farbe für was hergenommen werden muss, und das Ergebnis find sogar ich Anti-Zocker total cool.
Ich bin auch wild entschlossen, noch ganz viel aus dieser Serie zu plotten - es wird also definitiv nochmal bunt!

Ich finde ja, er sieht sehr zufrieden aus, und das Pacman-Shirt wird auch rege getragen ^^

Der Schnitt ist ein Mister Pepe von Mialuna, in deren Designnähteam ich übrigens seit neuestem bin <3
Dieser Shirtschnitt wurde hier auch ganz sicher nicht das letzte Mal genäht, denn endlich, endlich spannt mal nix, das Shirt ist lang genug und die Passen an den Schultern findet Männe auch gut - wir haben wohl endlich DEN Schnitt gefunden ^^

und dann die Sache mit den Hosen

Hosen kaufen ist für meinen Mann nämlich noch viel schlimmer, als passende Shirts zu suchen. Und weil man ja nicht immer nur Cargohosen tragen kann (warum eigentlich nicht?), gab's eine Svät von Smalino dazu.
Die habe ich aus einem Polo-Piqué genäht, der mir in einem kleinen Stoffladen in die Finger fiel. Ein völlig unterschätztes Material, wenn ihr mich fragt. Gerade für gemütliche Hosen finde ich das perfekt und brauche definitiv auch noch eine Shorts daraus.

Fakten und Werbung

Zusammengefasst:
Plot: aus der Plotterdatei "Back to the 80es" von Kreativwerk² - übrigens gibt es sowohl die kompletten Motive als Paket als auch einzelne, kleine Pakete!

Shirt: Mister Pepe von Mialuna
Shorts: Svät von Smalino

Model: mein Mann <3

 

So. Hier geht's munter weiter mit dem Wahnsinn - noch ein paar Tage, dann haben wir das größte Chaos hinter uns. Ich mach drei Kreuze, wenn wir in der neuen Wohnung sind.

 

Habt's schön!

Euer Stadtkind

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Oh, Marilyn <3

Tja, die Sache mit der Bademode ist ja so ne Sache.
Dass mein, mir von mother nature und gutem Essen verliehener Körper nicht dem gängigen Ideal entspricht, muss ich euch ja nicht mehr erklären.
Auch, dass ich nähe, weil ich es satt habe, frustriert und mit leeren Händen aus dem Laden zu gehen, ist nichts neues.
Und dass sich diese Problematik auch auf Lingerie und Bademode erstreckt, wundert wohl auch nicht mehr.
Aber: es gibt ja Möglichkeiten, Abhilfe zu schaffen. Nach Oha!Lingerie von Schwalbenliebe füllte sich meine Wäscheschublade kontinuierlich mit toll sitzenden Schlübbas, aber passende Bademode fehlte noch.
Ja nun - dieses Problem haben die Damen von TinaLisa Schnittdesign nun auch behoben.
Ich präsentiere nicht ganz ohne Stolz: meine Kurven, verpackt in die Badekollektion Marilyn:

Die Kollektion kommt mit gefühlt 159876 Varianten daher (okay, sooo viele sind es dann doch nicht) und die seitliche Raffung vebirgt so einiges an unliebsamen Speckröllchen.
Was es mir besonders angetan hat ist die High-Waist-Panty - sowohl in der Version mit dem langen Top drüber (das blaue) als auch in der Version, in der das Oberteil bis zur Taille reicht und geradeso auf den Bund der Panty trifft (schwarz). Bei dieser Version habe ich frei Schnauze noch eine Schleife eingebaut, die ein bisschen von meinem Speck ablenken soll. Klappt ganz gut, würde ich sagen ^^
Im Übrigen habe ich trotz D/E Cup keine Cups eingenäht - ich habe das Bikinioberteil aus Powernet genäht und das ganze wie ein Futter eingebaut. Mit einem Gummi unter der Brust gibt mir das genug Halt.
Viele Mädels haben aber mit Monocups gearbeitet und fanden die gut :)

So, und jetzt noch die Fakten und dann ein paar mehr Fotos:

Ihr bekommt die Kollektion direkt bei TinaLisa, aktuell noch zum Schnapperpreis - greift zu!
Die Größeneinteilung ist erstmal ungewohnt, wird aber klar, wenn man die Anleitung liest ;) zur Orientierung für euch: ich hab die Pantys in der Größe 10 genäht und die Tops in 8, die ich Richtung Hüfte auf 9 habe auslaufen lassen.

Und ganz wichtig: #loveyourbody and share #bodypositivity
So, und jetzt Bilder ^^

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